Begebenheiten der Tulpe
Die Tulpe, Lat. Tulipa genannt, ist eine typische Frühlingsblume, die es in fast jeden Garten vorzufinden gibt. Sie ist in der Hinsicht gut, da man sie in vielen Beeten unterbringen kann, da sie sowohl Schatten als auch Sonnenpflanze ist. Die Sonnenbestrahlung ist nur in Hinsicht Wachstum wichtig, also falls sie die Tulpen in einer eher sonnigen Gegend anpflanzen, werden sie Größer als wenn Sie die Tulpen in einem vom Schatten überwucherten Beet anpflanzen.

Eine besondere Eigenschaft bringt die Tulpe ebenfalls mit sich. Ein Großteil der Arten der Tulpe blüht in den meisten Fällen 3 Jahre am Stück, danach sollte sie ausgewechselt werden da die Pflanze sich nicht genügend Regenerieren kann und nach den 3 Jahren nur sehr schwach und kurz oder gar nicht mehr blüht. Die bringt den Vorteil mit sich, dass sich automatisch immer die neusten Züchtungen der Saison in ihren Garten bringen falls sie sich beim Neubepflanzen des Beetes wieder für eine Tulpenart entscheiden. Aus diesem Muster allerdings springen die Gelben und Roten Tulpen heraus.

Sie haben anscheinend einige genetische Unterschiede zu den anderen Tulpenarten, da diese zwei Arten nicht wie die anderen nach ca. 3 Jahren mit dem blühen aufhören sondern konstant jedes Jahr aufs Neue aus der Erde sprießen und blühen. Jetzt kommt natürlich die Frage auf, ob Sie ihr Beet nur mit Roten und Gelben Tulpen bepflanzen wollen, oder ob Sie eine farbige Vielfalt in ihr Beet bringen wollen, um dieses von anderen Beeten zu unterscheiden.

Tulpen haben auch Feinde
Sie stehen auf dem Speiseplan der Wühlmäuse, die leider sehr schwer zu bekämpfen sind, da es nur spezielle Fallen möglich machen sie zu fangen. Schnappfallen sind in dieser Hinsicht nicht zu empfehlen, da die Wühlmaus dieselben Essgewohnheiten wie der Maulwurf vorweist und dieser unter Artenschutz steht, was Ihnen wiederrum ein Problem einbringt, sobald ihre Schnappfalle einen Maulwurf erlegt hat.

Natürlich gibt es extra Pflanzen, die diese Tiere abwehren sollen, doch sind diese vollkommen wirkungslos, da Wühlmäuse und Maulwürfe Abwehrpflanzen einfach umgehen und die häufig als sehr effektiv vorgestellten Plastikkörbe mit dem starken Mundwerk der Wühlmaus und des Maulwurfs einfach zerstört werden. Falls sie einen so starken Maulwurf- und Wühlmausbefall haben, dass kaum eine Zwiebelpflanze in ihrem Garten eine Überlebenschance hat, können sie nur noch auf die Wühlmaus- und Maulwurfresistenten Zwiebelblumen wie Narzissen, auch Narcissus genannt oder die Kaiserkrone, auch Fritillaria imperialis genannt, zurückgreifen. Sie haben fast die gleiche Blühte-Zeit wie Tulpen haben aber den Vorteil das der zwei Wühler auf diese Pflanzenarten nicht eingehen, da diese ihnen anscheinend nicht schmeckt.

Entstehung des Namens der Tulpe
Die Tulpe stammt aus der Gegend des Schwarzen Meers. Die Türken nannten die Tulpe „Tulipan“, was dem Begriff Tülbend ähnlich ist. Tülbend wiederrum ist das türkische Wort für „dulband“, was auf Persisch Turban bedeutet. Das die Tulpe der Ähnlichkeit mit einem Turban nachgesagt wurde, liegt an der Form der Blüte und der Blätter. Vielleicht war die Ähnlichkeit der Tulpe mit dem Turban ein ausschlaggebendes Argument, weshalb die Tulpe in den Osmanischen Ländern so begehrt war und in jeder Parkanlage zu finden war.

Besondere Gattungen
Während der so genannten Tulpomanie im 17. Jh. Waren einige Tulpenarten mehr Wert als Diamanten, sogar so viel wie ein Haus mitten im Amsterdam. Die Tulpensorte“ Semper Augustus“ wurde zeitweise für viereinhalb Tausend Gulden und einer neuen Kutsche mit 2 Pferden verkauft.
Zu damaliger Zeit waren besonders Tulpen in den Farbkombinationen Rot-Weiß, Rosa farbig oder lila-weiß sehr gefragt, was bei einigen Tulpensammlern zu einer Richtigen Sucht führte.

Die Entwicklung der Tulpe
Tulpen blühen bekanntlich zwischen März und Mai. Doch damit man jedes Jahr erneut hochwertige Blumenzwiebeln erhält, ist es wichtig, dass man die Faktoren der Blumenqualität kennt und diese so beeinflusst, dass die positiv für die Blume sind.

Man kann beispielsweise eine Tulpe im November zum blühen bekommen, indem man sie einer Temperaturbehandlung unterzieht und somit ihre innere Uhr manipuliert. Dieses Verfahren nennt man Treiben. Um eine Tulpe richtig zu treiben, ist es dringend Notwendig, dass sie den natürlichen Zyklus der Tulpe verstanden haben, also zum Beispiel wieso sie ihre Tulpenzwiebeln bereits im Herbst pflanzen müssen, um im Frühling des kommenden Jahres die blühte der Tulpe zu sehen ist bei dem Verfahren des Treibens ein wichtiger Aspekt.

Das Stadium G
Das Stadium G ist der Zeitpunkt, zudem die Tulpen-Zwiebel in der Lage ist, eine Blüte zu entwickeln und diese komplett ausreifen lassen kann. Um festzustellen, ob das Stadium G bei einer Zwiebel Art erreicht ist, schneidet man die Zwiebel auf und legt sie unter ein binokulares Mikroskop um die in der Zwiebel vorhandenen Teile der später sichtbaren Blume zum Vorschein zu bringen. Sollten alle Teile bei der Probe vorhanden Sein, wird nun die Temperaturbehandlung eingesetzt, welche bewirkt, dass die Tulpen zu späteren oder früheren Zeitpunkten Blühen.