Die Herkunft der Tulpen ist der Forschung nach in Persien oder in der Gegend des Schwarzenmeers, ebenso scheint der Balkan eine wildwachsende Tulpenart beherbergt zu haben. Genau kann man dies aber nicht sagen, da es zu lange her ist und es keine genauen Aufzeichnungen gibt. So vermutet man, dass Osmanen die Tulpen mit anderen Handelsgütern nach Konstantinopel brachten. Sie spielte bald eine große Rolle in den Parkanlagen und Gärten der wohlhabenden Bevölkerung, besonders auf dem Hofe pflanzte man mit großem Aufwand eine Artenvielfalt und Zucht an Tulpen an, wie man es noch nie zuvor mit einer anderen Pflanze tat.

Das führte dazu, dass Pierre Belon, ein französische Botaniker der 1545 in die Türkei reiste, sagte das kein Volk mehr Gefallen an dieser Art von Dekoration findet, als die Türken, und sie wissen dies vor allem auch zu schätzen. Die vielen wunderbar geschmückten Gärten ließen ebenso den Gesandten des Kaisers Ferdinands I., Ogier Ghiselin de Busbecq, erstaunen, als er in einem Brief 1555 von den Tulpen der Türken schrieb, sorgte er bei dem Kaiser für großes Interesse. Unter Süleyman d. Pr. begann der Tulpen Wahn in Istanbul er so richtig. Die Händler konnten der Nachfrage gar nichts mehr nachkommen, was dazu führte, das die Preise eine unvorstellbare Dimension annahmen.

Selim II. orderte sage und schreibe 50 000 Tulpensamen innerhalb eines Jahres. Die Beliebtheit der Blume wuchs und wuchs und man sprach 1703-1730 von der Tulpenzeit in der die Blume im Osmanischen Reich ihren Höhepunkt der Beliebtheit erreichte. Um die 1108 Arten waren Ende des 17. Jahrhunderts in Konstantinopel bekannt.